Effizienz von Wärmepumpen
Effizienz von Wärmepumpen

Viele verschiedene Institutionen in Europa arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, das als „20-20-20“ bekannt ist. Es wurde von den Staats- und Regierungschefs der EU festgelegt:

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der EU um mindestens 20% im Vergleich zu den Werten von 1990
  • 20% des Energieverbrauchs der EU soll durch erneuerbare Ressourcen abgedeckt werden
  • Reduzierung der Verwendung von Primärenergie um 20% verglichen mit den projektierten Werten, die durch die Verbesserung der Energieeffizienz erreicht werden sollen

In der EU-Richtlinie zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen werden Wärmepumpen eindeutig befürwortet und als anerkannte Technologie ausgewiesen.

Die wichtigsten Vereinigungen der Wärmepumpenbranche sind die EHPA und deren Verbindungen zu nationalen Verbänden sowie das Wärmepumpen-Informationszentrum der IEA mit seinem internationalen Informationsdienst für Wärmepumpentechnologien, -anwendungen und -märkte.

Die einzelnen Länder bieten verschiedene Förderprogramme (Bonusförderung MAP in Deutschland, Steuergutschriften in Frankreich), um Anreize für die Endverbraucher zur Nutzung erneuerbare Energien in der Wärmetechnik zu setzen. Bezüglich der Wärmepumpen sind viele der Programme mit festgelegten Mindestjahresarbeitszahlen verbunden.

Die Jahresarbeitszahl als entscheidendes Kriterium für den Erhalt von Fördermitteln kann nur von zertifizierten Instituten gemessen werden. Nachfolgend finden Sie eine Liste der zertifizierten Testzentren für Wärmepumpenzertifikate, die dem EHPA-Qualitätssiegel entsprechen:

Österreich:           Austrian Institute of Technology, Wien
Deutschland:      HLK Stuttgart
                               ILK Dresden
                               TÜV Rheinland Immissionsschutz und Energiesysteme GmbH, Köln
                               TÜV Süd Industrie Service GmbH, München
                               VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH, Offenbach
Schweden:           SP, Borås
Schweiz:                NTB, Buchs
Großbritannien:   BSRIA, Bracknell

Ausstehend:        CETIAT, Frankreich | MCQ, Italien | CEIS, Spanien

Obwohl die Messung der Jahresarbeitszahl für die Zertifizierung auf unseren Standards (momentan EN14511) basiert, wird die tatsächliche Jahresarbeitszahl einer Installation von vielen Faktoren beeinflusst, darunter insbesondere das lokale Klima, die wärmetechnischen Anforderungen des Gebäudes, das Profil der Wassertemperatur, die Qualität von Konstruktion und Installation, der Brauchwasserbedarf sowie das Nutzungsverhalten.

Der erste Schritt ist die Wahl des richtigen Modells und der richtigen Größe der Wärmepumpe. Für die Pumpe selbst ist die richtige Wahl der Bauteile die Grundlage dafür, dass sie die Langzeiterwartungen der Wohneigentümer erfüllt und übertrifft. Die wichtigsten Bauteile sind natürlich Verdichter, Verdampfer (bei Luft/Wasser immer in Verbindung mit dem Lüfter), Verflüssiger, Expansionsventile, Pumpen, Thermostate, Messgeräte und Systemregler.

Sie alle müssen während der Konstruktionsphase der Wärmepumpe im Hinblick auf die Systembelastung und deren Einfluss auf die Effizienz ausgewählt werden. Energieverluste müssen vermieden werden, und das ist nur mit der richtigen Wahl der Bauteile möglich. Diese sorgen für langlebige und effiziente Wärmepumpen, die wiederum dazu beitragen werden, dass Wärmepumpen als ausgereifte Technologie für erneuerbare Energie anerkannt werden.

Nichts ist schlimmer für den Ruf der Wärmepumpe, als wenn die Konstruktion, Größe oder Installation der Anlage nicht die versprochene Leistung oder die Mindestleistung erbringt, die in den oben genannten Förderprogrammen festgelegt werden.

Um die Qualität der Installation zu gewährleisten, gibt es verschiedene Schulungen für Installateure. Angestrebt sind europaweite Schulungen und Qualitätskampagnen für Installateure im Bereich der Wärmepumpentechnologie.

Zu guter Letzt müssen auch die Bewohner des Gebäudes verstehen, dass ihr Verhalten die Leistung der Wärmepumpe beeinflusst, und damit letztendlich auch die Stromrechnung, die sie bezahlen müssen.