Einzelhändler in Europa laut Umfrage trotz Herausforderungen optimistisch hinsichtlich des Verzichts auf HFKW
 
Einzelhändler in Europa laut Umfrage trotz Herausforderungen optimistisch hinsichtlich des Verzichts auf HFKW
 
·         Laut einer Umfrage des britischen Marktforschungsunternehmens ComRes unter Lebensmitteleinzelhändlern in Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich haben erst 56 % mit der Umstellung von HFKW auf umweltfreundliche Kältemittel begonnen.
·         40% der Befragten sind sich über die anstehenden rechtlichen Änderungen bezüglich der schrittweisen Beschränkung von HFKW-Kältemitteln nicht in Gänze bewusst.
·         Erstaunlicherweise spielen die Kosten bei der Auswahl einer neuen Kälteanlage nicht die größte Rolle, obwohl sie zu den am häufigsten genannten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Umstellung gezählt wurden.
 
AACHEN, 30. OKTOBER 2017 – Ein Jahr nach den in Kigali beschlossenen Änderungen des Montrealer Protokolls zur schrittweisen Beschränkung von HFKW zeigen die Ergebnisse einer neuen Umfrage von Emerson und ComRes, wie Einzelhändler in Europa den Umstieg auf umweltfreundliche Kältemittel bewältigen. Die Umfrage richtete sich an im Einzelhandel Tätige und zielte auf verschiedene Themen ab, z. B. den Status der Vorbereitungen auf den Umstieg, Kenntnisse über verschiedene nachhaltigere Kühltechnologien und die größten Herausforderungen für die Zukunft.
 
Die gute Nachricht: 81 Prozent der Befragten gaben an, den Umstieg von HFKW auf umweltfreundliche Kältemittel als positive Veränderung wahrzunehmen. Die Umfrage ergab allerdings auch, dass der Einzelhandel aufgrund der mangelnden Kenntnis hinsichtlich der rechtlichen Änderungen und der verfügbaren Ersatztechnologien dem Zeitplan hinterherhinkt. Überraschenderweise gaben 40 Prozent der Befragten an, sich der anstehenden rechtlichen Änderungen bezüglich der schrittweisen Beschränkung von HFKW nicht bewusst zu sein. Beinahe die Hälfte (44 Prozent) gaben an, entweder noch nicht mit dem Umstellungsprozess begonnen zu haben oder unsicher zu sein.
 
Für Einzelhändler, die bereits mit der schrittweisen Umstellung auf HFKW-freie Kältemittel begonnen hatten, gehörten die Sicherheit (57 Prozent der Befragten), die Energieeffizienz (53 Prozent) und die Umweltverträglichkeit (48 Prozent) zu wichtigen Argumenten bei der Auswahl von Ersatz-Kälteanlagen.
 
Hinsichtlich der Ergebnisse der Umfrage stellt Eric Winandy, Director of Integrated Solutions bei Emerson Commercial and Residential Solutions, klar: „Es ist zwar ermutigend, dass die Einzelhändler in Europa dem Umstieg auf umweltfreundliche Kältemittel zugetan sind, allerdings sind die mangelnden Kenntnisse bezüglich der rechtlichen Änderungen besorgniserregend. Darüber hinaus war es überraschend, dass für die Einzelhändler bei der Auswahl von Ersatzsystemen Kapital- und Betriebskosten nicht die Schlüsselfaktoren darstellten, da Branchenanalysen belegen, dass mit bestimmten Systemen ein hoher Wartungsaufwand einhergehen könnte.“
 
Unter den drei primären verfügbaren Alternativoptionen war die CO2-Technologie als Ersatz für HFKW-Anlagen mit 38 Prozent die am häufigsten bevorzugte Wahl, gefolgt von Kohlenwasserstoffen wie Propan und Hydrofluoroolefinen (HFO).
 
Obwohl CO2-Anlagen am populärsten sind, zeigen Branchenanalysen , dass diese im Vergleich zu Anlagen mit CO2-Technologie einem mittelständischen Einzelhändler über einen Zeitraum von 10 Jahren pro Geschäft Mehrkosten von bis zu 51.000 Euro verursachen können. Darüber hinaus stellen CO2-Anlagen in Bezug auf das Treibhauspotenzial zwar eine signifikante Verbesserung zu HFKW-Anlagen dar, jedoch wurden ihnen im Vergleich zu anderen Alternativen eine geringere Energieeffizienz und ein höherer Wartungsaufwand bescheinigt.
 
„Die europäische F-Gas-Verordnung hat die Lebensmitteleinzelhändler stark unter Druck gesetzt, schnell auf umweltfreundliche Kältemittel umzusteigen“, so Eric Winandy. „Die Herausforderung für die Branche besteht darin, diesem Druck lange genug standzuhalten, um sich über alle verfügbaren Optionen und deren langfristige Auswirkungen für das eigene Unternehmen informieren zu können. Die Auswahl des richtigen HFKW-freien Systems kann einen Sieg an mehreren Fronten bedeuten: die Einzelhändler können Vorteile in Bezug auf Kosten, Betrieb und Umwelt erzielen.“
 
Die Umfrage lieferte auch Erkenntnisse über die von den Befragten wahrgenommenen Herausforderungen und Chancen beim Umstieg von HFKW auf umweltfreundliche Kältemittel. Dazu gehören folgende:
  • Die Umfrage ergab, dass wahrgenommene Herausforderungen bei der Umstellung Betriebskosten (dies gaben 43 Prozent der Befragten an) wie auch Unterbrechung des Verkaufs (33 Prozent) sind.
     
  • Interessanterweise; Kosten alleine wurden nicht als die wichtigste Priorität bei der Auswahl eines neuen Kältesystems identifiziert. Die Umfrage hob hervor, dass als die grössten Chancen im Rahmen der Umstellung Energieeffizienz (48 Prozent) und Umweltverträglichkeit (39 Prozent) gesehen wurden.
     
  • Auf die Frage nach Faktoren, die den Umstieg von Systemen mit HFKW-Kältemitteln auf solche mit umweltfreundlichen Alternativen beschleunigen würden, gaben die Befragten am häufigsten die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung (43 Prozent) an, gefolgt von der Verfügbarkeit günstigerer Kältetechnologien mit geringem Treibhauspotenzial (40 Prozent). Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Regulierungsstellen dem Einzelhandel hinsichtlich der Umstellung größere Anreize schaffen müssen und dass stärker in Forschung und Entwicklung investiert werden muss.
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Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage unter 140 Fachleuten aus dem Einzelhandel, die zu den Entscheidungsträgern im Einkauf gehören. Die Gruppe der Befragten setzte sich aus 40 Teilnehmern aus Frankreich, 50 aus Deutschland und 50 aus dem Vereinigten Königreich zusammen. Die Feldstudie wurde von ComRes zwischen dem 15. und 31. August 2017 durchgeführt.
 
Weitere Informationen über umweltfreundliche Kältemittel sowie Optionen für Kälteanlagen, Artikel und Webinare finden Sie ebenfalls unter www.emersonclimate.eu 
 
 
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Über Emerson
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