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Copeland Brand Products R-410A
 | 1. Kann ein R-22-System auf R-410A umgestellt werden? |
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Im Allgemeinen nicht. Bei Split-Systemen kann die Außeneinheit jedoch unter Befolgung der Anweisungen des Herstellers durch eine R-410A-Einheit ersetzt werden. Die Inneneinheit muss für die Drucklagen von R-410A geeignet sein. Das gilt ebenfalls für alle Bauteile im System, z. B. Leitungen, Flüssigkeitsabscheider, Sammler, Filtertrockner, Expansionsventile, Schaugläser oder Sensoren. Aufgrund der thermodynamischen und Druckeigenschaften von R-410A wurden die Verdichter modifiziert, damit sie bezüglich Hubvolumen zu den Motoren passen und die Anforderungen für den höheren Gehäuseberstdruck erfüllen. Ein für R-22 entwickelter Verdichter an einer Pumpe für R-410A wäre bei Verwendung in einem Klimasystem überlastet und würde über die Motorschutzvorrichtung auslösen.
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 | 2. Muss die Größe von Saug- und Drucksgasleitungen bei der Umstellung auf R-410A angepasst werden? |
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Nein. Die Leitungsgrößen, die für R-22 verwendet werden, können auch für R-410A verwendet werden. Der ideale Leitungsdurchmesser ist für R-410A kleiner als für R-22 und liegt zwischen den Standardgrößen für Kältemittelrohre. Die Leitungsgrößen, die für R-22 verwendet werden, müssen auch für R-410A benutzt werden. So wird übermäßiger Druckabfall verhindert, der bei Installation kleinerer Rohrquerschnitte auftreten würde.
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 | 3. Wie lässt sich ein Copeland™ brand Verdichter für das Kältemittel R-410A erkennen? |
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Ist der zweite Buchstabe der Modellbezeichnung ein „P“, dann ist der Verdichter für R-410A geeignet. Beispiel: ZP54K3E-XXX im Vergleich zur Kennzeichnung für R-22: ZR54KSE-XXX. Bei der neuen Generation der Verdichter für R-410A kann sich das „P“ an einer anderen Stelle befinden.
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 | 4. Welche Filtertrockner können mit R-410A verwendet werden, um Probleme mit Feuchtigkeit zu vermeiden? |
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In neuen oder säurefreien Systemen muss ein 100 % Molekular-Siebtrockner verwendet werden. Befindet sich anorganische Säure im System, muss ein Filter mit 25 % aktiviertem Aluminiumoxid installiert werden.
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 | 5. Welches Öl kann verwendet werden? Benötigt ein System zusätzliches Öl? |
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Das in einem R-22-System verwendete Öl ist entweder mineralisch oder halbsynthetisch. Das Öl in R-410A-Systemen ist ein synthetisches POE-Öl. Es ist von der jeweiligen Anlage abhängig, ob zusätzliches Öl benötigt wird. Weitere Informationen zu zusätzlichem Öl erhalten Sie vom OEM.
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 | 6. Sind bei Verwendung eines R-410A-Verdichters neben dem hohen Druck noch andere Dinge zu beachten? |
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Ja, Feuchtigkeit und Verunreinigungen.
- Feuchtigkeit: Polyolesteröl nimmt Feuchtigkeit schneller und besser auf als Mineralöl. Daher darf das Innere des Verdichters nur sehr kurz der feuchten Umgebungsluft ausgesetzt sein. Es ist üblich, dass die Stopfen des Verdichters erst entfernt werden, wenn der Verdichter vollständig in seiner endgültigen Position ist.
- Systemverunreinigungen: Polyolesteröl (POE) ist ein ausgezeichneter Reiniger und entfernt Kupferoxide und andere Verunreinigungen, die das Mineralöl hinterlassen hat und die möglicherweise die Expansionsventile verstopfen. Nach Entfernung des Mineralöls und der Befüllung mit POE-Öl dürfen die Mineralölrückstände nicht mehr als 5 % betragen. Der Wert kann über ein Refraktometer bestimmt werden. Schutzgase wie Stickstoff müssen durch das System gespült werden, um die Bildung von Kupferoxiden beim Hartlöten zu vermeiden.
- Die Beseitigung von Feuchtigkeit und Verunreinigungen ist eine normale Wartungsmaßnahme bei R-22-Installationen. Beim Einbau eines Systems mit POE-Öl ist dies sogar noch wichtiger.
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 | 7. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einem R-22-Verdichter und ein R-410A-Verdichter? |
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Zwischen dem Verdichter für R-22 und für R-410A gibt es drei wichtige Unterschiede in der Bauweise:
- Unterschiedliches Öl Da sich Mineralöl, das normalerweise in Verdichtern für R-22 verwendet wird, nicht mit HFKW-haltigen Kältemitteln wie R-410A vermischen lässt, wird in Copeland-Verdichtern für R-410A ein synthetisches Polyolesteröl (POE) verwendet.
- Geringeres Hubvolumen des Verdichters: R-410A weist bei gleicher Menge etwa dieselbe Wärmeleitfähigkeit zu R-22 auf wie R-22 zu R-12. Daher muss das Hubvolumen des Verdichters für eine gegebene Motorleistung um etwa 40 % verringert werden. Die Verwendung eines R-22-Verdichters mit R-410A würde zur Überlastung des Motors und zum Auslösen der Motorschutzvorrichtung führen.
- Höhere Berstdruckanforderungen an das Gehäuse: Bei jeder gegebenen Sättigungstemperatur weist R-410A einen etwa 60 % höheren Druck als R-22 auf. Das Verdichtergehäuse muss also diesem höheren Druck standhalten.
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