Kältemittel
Kältemittel

Die Verordnung EG/1005/2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, schafft die Rahmenbedingungen dafür, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihren Verpflichtungen gemäß dem Montreal-Protokoll nachkommen können. Das Montreal-Protokoll ist eine internationale Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Beschädigung der Ozonschicht. Die für die Ozonschicht schädlichsten Stoffe (z. B. FCKW R-12) wurden in den 1990er Jahren verboten. Neue Maschinen und Geräte, die „vorübergehend“ weniger schädliche HFCKW-Kältemittel wie R-22 verwendeten, wurden 2001 verboten (bzw. 2004 für kleine Klimasysteme). Seit Ende 2009 ist die Verwendung von neuen HFCKWs bei der Wartung und Instandhaltung bestehender Kälte- und Klimasysteme (RAC) in allen EU-Mitgliedsstaaten verboten.

Seit dem 1. Januar 2010 ist es untersagt, neue HFCKWs für die Wartung von RAC-Anlagen zu benutzen. Es dürfen nur wiedergewonnene und recycelte HFCKWs verwendet werden. Der Vorrat an recycelten oder wiedergewonnenen HFCKWs ist sehr begrenzt und der Erwerb sehr teuer. Dieses Verbot bezieht sich auch auf HFCKW-haltige Kältemittel, die vor dem Datum des Verbots erworben wurden. Es ist untersagt, nach Ende 2009 auf Vorräte an neuen HFCKWs zurückzugreifen. Alle HFCKWs müssen an die Lieferanten zur ordnungsgemäßen Entsorgung zurückgeschickt werden.

Ab dem 1. Januar 2015 ist es untersagt, für die Wartung von RAC-Anlagen HFCKWs einzusetzen. Ab dann dürfen also auch keine recycelte oder wiedergewonnene HFCKWs mehr genutzt werden.

Zur Vermeidung weiterer Schäden an der Ozonschicht müssen HFCKW-haltige Kältemittel wie R-22 durch Fluorkohlenwasserstoff (FKW)-haltige Kältemittel ersetzt werden, wie R-410A für Klimatechnik und R-404A für Kältetechnik. Emerson Climate Technologies unterstützt seine Kunden in dieser Übergangsphase, indem bereits jetzt auf die neuen und umweltfreundlicheren Kältemittel umgestellt wird.

 Die globale Erwärmung wird von Treibhausgasen wie Kohlendioxid verursacht, das durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung und im Transportwesen entsteht. Klima- und Kältesysteme verbrauchen ebenfalls Energie. Geschieht dies auf ineffiziente Weise, wird mehr Kohlendioxid produziert.

HFKWs sind starke Treibhausgase. Und auch wenn die Minimierung von Undichtigkeiten sehr wichtig ist, hat sich doch gezeigt, dass während der gesamten Lebensdauer eines Systems der Energieverbrauch die größten Auswirkungen auf die Erderwärmung hat.

Um den Ausstoß von HFKWs (und anderen fluorhaltigen Substanzen) zu regulieren, trat im Juli 2007 die EG-Verordnung 842/2006 (F-Gas-Verordnung) in Kraft. Die wichtigsten Verpflichtungen für Unternehmen, die kälte- und klimatechnische Produkte herstellen, ist die Qualifizierung der Mitarbeiter dieser Branche sowie weitere Anforderungen bezüglich:

  • Überprüfung der Anlagen auf Undichtigkeiten
  • Rückgewinnung von fluorierten Treibhausgasen aus den Anlagen während der Wartung, Instandhaltung und bei der Außerbetriebnahme
  • Berichterstattung über die jährlichen Import-, Export- und Produktionszahlen von fluorierten Treibhausgasen
  • Kennzeichnung von Anlagen, die fluorierte Treibhausgase enthalten (sowie Informationen darüber in den Bedienungsanleitungen)